Etwas Seichtes, Lustiges über die Feiertage habe ich mir gedacht. Seicht war es.
Lustig nur, wenn man sich mit einzelnen Szenen und Passagen zufriedengibt. Aber
es war definitiv nicht lustiger, als es seicht war. In der schemenhaft
vorhandenen Handlung folgt man einem Alkoholiker und Tankwart, der von seiner
Freundin betrogen worden ist. Er startet bei Gangbang mit einer übergewichtigen
Prostituierten, setzt fort bei einer Prostatamassage im Puff und vielen anderen
hilflos herbeikonstruierten Situationen. Die sollen auch irgendwie lustig sein,
glaub ich; weil Sex, verstehst? Haha! Schlussendlich kommt ihm dann bei der
impromptu-Therapiesitzung mit seinem schwulen Nachbarn mittleren Alters und
ständig wechselnden Partnern zur großen Selbsterkenntnis und so zur neuen
Freundin. Diese neue Beziehung beginnt über mehrere Kapitel damit, dass sie der
uncharmante Protagonist von vorn bis hinten anlügt. Sehr romantisch. Das Ganze
endet mit einem „Happy End“, das zirka so überzeugend ist wie die
Tae-Kwon-Do-Künste eines Fünfjährigen.