Ja doch. Auch wenn es anfangs nicht so ausgesehen hat, aber dann hat es mir
schlussendlich doch ein bisschen geholfen, das Phänomen Donald Trump zu
verstehen, woran ich bis dato ja gescheitert bin. Im Prinzip
ist es das, wovor Neil Postman gewarnt hat: Das
Medium, das eine Gesellschaft verwendet, um ihren politischen Diskurs zu führen,
bestimmt die Art und Weise, wie dieser Diskurs geführt wird.Jetzt können wir uns in Europa nicht vorstellen, wie sehr die öffentliche Figur
Donald Trump in den USA mit Reichtum und Erfolg assoziiert wird. Völlig zu
Unrecht, wenn man diesem Buch glaubt. Zu Beginn von einer ordentlichen Portion
Nepotismus profitiert und dann von Konkurs zu Konkurs, von Fiasko zu Fiasko
geschlittert. Die einzigen seiner Projekte, die Erfolg hatten - mit Ausnahme von
“Trump Tower” - waren die, bei denen er vertraglich nichts zu melden hatte.Aber das macht alles nichts. Denn im Fernsehen war er der große Macher. Weil er
Einschaltquoten bekommen hat, durfte er den Modul mimen und die talentierten
Medienmacher, die ihrerseits von diesem Image der Serie “The Apprentice” und
somit vom Bild des unfehlbaren Immobilienhais profitierten, haben sich bemüht,
ebendieses so eindrucksvoll wie möglich zu inszenieren. Es ist also offenbar
wirklich so: Die Leute glauben einfach alles, was sie im Fernsehen oder -
heutzutage noch schlimmer - auf ihrem Handy sehen; und wenn da die Dumpfbacke in
Konkurs den Selfmade-Milliardär gibt, dann wird er sie das wohl auch sein.